Körperwelten - solijugend-hessen

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Körperwelten

Auf 700 Quadratmetern zeigt das Senckenbergmuseum Frankfurt die KÖRPERWELTEN der Tiere. 
Mehr als 20 spektakuläre Ganzkörperplastinate von Gorilla, Giraffe, Bär, Pferd, Hai, Strauß & Co. 
Das Highlight ist Elefantenkuh „Samba“ - mit 6 mal 3,5 Metern das gewaltigste plastinierte Lebewesen. 
Der Blick unter Haut, Fell und Federn offenbart jedem Besucher eine völlig neuartige Tierwelt. 
Anschaulicher als jedes Fachbuch zeigt die Ausstellung, dass der Elefantenrüssel von unglaublichen 
40.000 Muskeln gesteuert wird und dass die Giraffe ihre 50 Zentimeter lange Zunge wie eine Hand benutzen kann. 
Detailwissen zu Nervensystem, Knochenbau, Muskulatur und Organen, wie es nie zuvor zu sehen war. 
Hautnah erleben Besucher die enorme Vielfalt der tierischen Körper – eine erstaunliche Ingenieursleistung von Mutter Natur. 


Tolles Erlebnis in „Körperwelten der Tiere“ - 18.02.2012

Am Samstag, den 18. Februar 2012 brachen eine Gruppe Kinder und Jugendlicher auf, die „Körperwelten der Tiere“ zu erforschen. 
Gestartet wurde in Wetzlar am Bahnhof. Von dort ging es mit dem Zug nach Frankfurt. A
b Gießen teilten wir uns den Zug mit sehr vielen Fußballfans und durften unsere Muskelkraft in den Beinen ein wenig testen, 
denn an Sitzplätze war nicht zu denken. In Frankfurt hatten wir einen kurzen Spaß im Gelenkbus bis zum Senckenbergmuseum. 
Dort angekommen, nahmen wir im Sencken-bergrestaurant an einer bereits für uns gedeckten Tafel Platz. 
Es gab Wiener Würstchen mit Pommes, so viel Ketjup, Majo oder Senf man wollte und ein Erfrischungsgetränk nach Wahl. 
Nachdem wir gegessen und getrunken hatten, nutzten wir noch eine halbe Stunde und schauten uns zwei Ausstellungsräume der Dauerausstellung im Senckenbergmuseum an. Angefangen bei den ganz kleinen Krabbeltierchen über Spinnen, bis hin zu den Riesenkrabben gab es schon einiges schauriges zu sehen. Um 13:00 ging es dann in der Wolfgang Steubing Halle los. Wir teilten uns in zwei Gruppen. Jede wurde durch die Ausstellung geführt. Die Plastinate wurden aus echten Tieren erstellt. Dazu wurden die Körperteile in ein bestimmtes Material eingelegt. Damit wird eine Verwesung der Muskeln und Sehnen verhindert. Die einzelnen Körperteile wurden farblich gestaltet, dass man sie besser unterscheiden kann. Besonders beeindruckend ist die Größe der Elefantenkuh Samba. Die einzelnen Muskeln sind einfach riesig. Aber nahezu unglaublich ist, dass der Rüssel ganz ohne Knochen ist und aus ungefähr 40.000 einzelnen Muskeln besteht. Den Rüssel brauchen die Elefanten als „Greifarm“ zur Nahrungsaufnahme. Mit ihrem Maul kommen die riesigen Tiere nicht bis zum Boden. Hierfür nutzen sie ihren Rüssel. Ganz anders die Giraffe. Sie ist schlank und noch höher als der Elefant. Mit ihrem langen Hals kommt sie an Bäume und Sträucher, wo kein anderer Blattfresser der Savanne hinreicht. Sie fressen meist an stacheligen Akazien die Blätter. Um sich nicht in das Maul zu stechen, haben Giraffen eine 50 cm lange Zunge. Mit der umschlingen sie die Äste und reißen die Blätter ab. Sollte es der Giraffe am Ohr jucken, kommt sie mit ihrer Zunge bis dorthin. Im Vergleich zum Menschen hat die Giraffe auch einen unglaublichen drei Mal höheren Blutdruck. Das sehr kräftige Herz muss das Blut bis in den Kopf pumpen. Dadurch wird der Druck auch so groß. Übrigens: Die Giraffe hat ebenso viele Halswirbel wie der Mensch – das ist bei allen lebendgebärenden Säugetieren gleich – 7 an der Zahl. Neben diesen sehr großen Exponaten konn-ten auch viele kleinere bestaunt werden. Aber nicht nur Muskeln, Sehnen und Knochen wurden ausgestellt, auch Augen und Ohren an den Nervenbahnen und der Gehirne. Die Kopfgröße ist nicht unbedingt abhängig von der Gehirngröße, wohl aber in Teilen anders herum. So ist der menschliche Kopf nahezu passgenau um das Gehirn geformt. Bei einem Pferd oder Elefanten ist der Kopf wesentlich größer als es für die Gehirnmen-ge nötig wäre. Die Natur konstruiert aber keinen totalen Unfug und man muss sich in jedem Fall fragen warum das so ist. Bei dem Pferd zum Beispiel wird viel Platz für das Gebiss benötigt, dass die Nahrungsaufnahme ohne Probleme erfolgen kann. Bei anderen Tieren ist die Nase zum riechen besonders ausgebildet. Der Bogen aus der Tierwelt wird über einen Gorilla zum Menschen geschlagen. Diese stehen sich gegenüber und man kann gut die Gemeinsamkeiten, aber auch die zum Gorilla verkümmerten Muskeln sehen. Die Ausstellung zeigt noch hauchdünne Scheiben verschiedener Körper. Dadurch können auch die bei den Plastinaten ver-steckten Organe an ihrem Platz gesehen werden. Einige Exponate waren in ihrer Form den realen Tieren sehr ähnlich, zeigten aber nur die im Körper versteckten unzählig vielen Blutgefäße und standen blutrot da. Nach gut 90 Minuten staunen gingen wir kurz an die frische Luft, überquerten das Gelände und tauchten in die Dauerausstellung ein. Gleich hinter der Kassenhalle geht es in die große Halle mit den Urzeitskeletten. Beeindruckend große Dinosaurierknochen zu Dinosaurier Rex zusammengebaut oder dem Stegosauerkopf zusammengefügt. Es ist kaum zu glauben, dass diese Tiere Jahrmillionen die Erde beherrscht haben und dann doch durch ein wahrscheinlich einziges Ereignis ausgelöscht wurden. Jedoch gab es große Tiere nicht nur vor vielen millionen Jahren. Auch heute leben riesige Tiere auf der Erde. Der Blauwal zum Beispiel kann bis zu 33 Meter lang werden und erreicht geschätzte 200 Tonnen Gewicht. Das Museum zeigt zudem geologische Zusammenhänge und lässt ein Vulkanmodell ausbrechen. In dem Teil, in dem die Grube Messel vor-gestellt wird, lässt sich ein Hologramm bestaunen, das so echt wirkt, dass man versucht ist danach zu greifen. Zum Abschluss haben wir uns noch die aus vielen Teilen der Erde zusammengetragenen Tierpräparate angesehen. Es war ein schöner Ausflug. Alle haben ihren Spaß gehabt und waren von der Ausstellung „Körperwelten der Tiere“ begeistert. Ziemlich geschafft haben wir die Heimreise mit dem Bus und der Bahn angetreten.
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